Posted: 18 Februar, 2015

Leistungstest Tri-Team Hagen

 

Leistungstest Tri-Team Hagen – oder Karnevalsvergnügen der besonderen Art

 
Wer im Winter nur Schnee fegt, wird im Sommer nicht schneller Schwimmen können…
Weisheit der städtischen Winterdienste in der Region.
 
Sommerliche Temperaturen draussen und drinnen beherrschten das Karnevalswochenende 2015, als sich einige Athleten des Tri Team Hagen auf den Weg ins Bergische Land aufmachten, um Ihre Frühform zu analysieren.
 
Die Leistungsüberprüfung mittels Laktatstufentest ist lang etablierter Bestandteil der Vorbereitungsperiode auf eine Triathlonsaison. Für das Wettkampfjahr 2015 haben sich die Sportler/-innen des TriTeam Hagen erneut etwas vorgenommen.
 
Deshalb war es nicht verwunderlich, dass Sara Baumann, Olli Bramme und Rene Pohlmann knackige Tempovorgaben beim Test vorgesetzt wurden. 5 x 1500 m auf dem Laufband wurden jeweils absolviert, wobei die letzte Stufe bis ca. 19 km/h gelaufen werden musste. Dass sich die Beine anschliessend nicht gerade frisch anfühlen würden war allen klar und so durfte noch ein wenig cool down auf dem Rad zelebriert werden.
 
triteamhagen
 
Die 3 Leistungssportler wurden von Stephan Biesenbach wiederholt ins Ohrläppchen gepiekst, um aus dem Blut mit einer photometrischen Messung den Laktatwert der entsprechenden Belastungsstufe zu bestimmen. Unter Einbeziehung der zeitgleich gemessenen Pulswerte ergibt sich daraus eine Laktat-Hf-Leistungskurve. Die Höhe der Belastungen und die Dauer jeder Stufe war mit dem Trainer Jochen Baumann abgestimmt. Susanne und Jochen Baumann waren ebenfalls mit Anfeuerungsrufen und Energienachschub intensiv beschäftigt.
 
Der Messwert „Laktat“ (Milchsäure) ermöglicht es dem Untersucher den Energiestoffwechsel der belasteten Muskulatur zu analysieren. Bei ansteigender Belastung wird in der Muskelzelle zur Energiegewinnung Zucker (Speicherform Glykogen) in Anwesenheit von Sauerstoff verbrannt. Je stärker die Belastung steigt, um so mehr muss die Muskelzelle in der Lage sein zur Energiegewinnung auch unter einem geringeren Sauerstoffangebot zu arbeiten. (Anaerobe Glykolyse). Der Nachteil: es entsteht dabei in der Muskulatur mehr Laktat an, als die Zellen abtransportieren und verstoffwechseln können. Da Laktat als saure Substanz die unangenehme Eigenschaft besitzt Stoffwechselfunktionen ungünstig zu beeinflussen, kann die Leistung nicht aufrecht erhalten werden und muss beendet werden.
 
Eine Leistungsdiagnostik setzt genau hier an, um folgende Fragen zu klären:
 
1. Bei welchen Belastungen ist der Sportler in der Lage seinen Energiebedarf überwiegend aerob zu decken.
2. Wie ist das Anstiegsverhalten der Laktatproduktion und der Herzfrequenz.
3. Wie hoch ist die Leistungsfähigkeit im Übergangsbereich aerob / anaerober Stoffwechsel
4. Wie hoch ist die Laktatwiderstandsfähigkeit
5. Welche Trainingsbereiche lassen sich aus dem Testergebnis festlegen und wo liegt Verbesserungspotenzial?
6. Welche Auswirkungen hatte das vorausgegangene Training?
7. Standortbestimmung.
 
Mit den Ergebnissen des Tests darf sich nun der Trainer Jochen Baumann intensiv beschäftigen. In letzter Konsequenz macht erst die Kenntnis der individuellen Eigenschaften der Athleten unter Einbeziehung solcher Testergebnisse eine professionelle Planung und Betreuung möglich.
 
 
 

 

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