Posted: 23 November, 2011

Dehnen

altDehnen - sinnvolle Verletzungsprophylaxe oder versetzt der Glaube Berge?

Dehnbehandlungen und Dehnung als „Eigen-Dehnübung“ sind sowohl im Sport als auch in der ärztlichen und physiotherapeutischen Praxis  als Behandlungsmaßnahme weit verbreitet.

Ziel einer Dehnung ist es Einfluss auf die Länge des Muskel-Sehnenkomplexes auszuüben um z.B. ein eingeschränktes Bewegungsaumaß zu verbessern (therapeutischer Ansatz). Im Sport ist die Wirkung von Dehn-Eigenübungen zum Schutz vor Verletzungen seit vielen Jahren Gegenstand lebhafter und zum Teil kontroverser Diskussion unter Wissenschaftlern und Sportlern. Grundsätzlich können sowohl die Dauer, die Ausgangsposition als auch die Technik der Dehnung unterschiedlich sein. Therapeutisches Dehnen ist üblicherweise Teil der Behandlung von Bewegungseinschränkungen z.B.  nach Verletzungen oder Operationen. Hierbei bestimmt der Therapeut/-in Ausgangsstellung und Dehnmethoden nach vorheriger Untersuchung. Im Sport wird in der Regel in der Gruppe, nach Vorgabe eines Übungsleiters, oder allein, vor oder nach dem Sport aus eigener Erfahrung, eine Dehnung verschiedener Muskeln durchgeführt.

Es finden sich ausreichend Hinweise darauf, dass eine Dehndauer von ca. 30 sek. ideal ist und die Intensität unterhalb der Schmerzschwelle liegen sollte. Eine Aufwärmung der Muskulatur (aktiv oder passiv möglich) beschleunigt den Wirkungseintritt. Sowohl „statisches“ Dehnen (Halten einer definierten Dehn-Ausgangsstellung) als auch das „postisometrische“ Dehnen (Dehnung nach vorheriger Anspannung des zu dehnenden Muskels) sind wirksam. Um die Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen hinsichtlich Effektivität werten zu können, müssen Art und weise der Durchführung exakt beschrieben sein. Für alle gängigen Techniken finden sich Studien, die deren Wirksamkeit belegen.

Nach dem aktuellen Stand des Wissens ist von Dehnungen bei Sportarten die auf dem Dehnungs-Verkürzungszyklen beruhen ( Sprint- und Sprungsportarten) vor der Ausübung des Sports abzuraten. Die Frage, ob Dehnung nach dem Sport Verletzungen vorbeugt, kann nicht abschließend positiv beantwortet werden. Ich persönlich bin der Ansicht, dass die individuelle Betrachtung des Sportlers oder Patienten sinnvoll ist. Nur wenn man seriös Symptome abklärt, Ursachen analysiert und Bewegungsabläufe und -Anforderungen betrachtet, kann man individuelle Therapie- oder Prophylaxeempfehlungen geben. Zur Ausführung von Eigendehnungen ist die professionelle Anleitung und Schulung von Sportlern und Patienten erforderlich.

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